Der Lebensbaum ist mit Abstand die am häufigsten verwendete Heckenpflanze. Die zu den Zypressen gehörende Pflanzenart besitzt fingerartig verzweigte, mit feinen Schuppen bedeckte Blätter, die oft einen harzig-aromatischen Duft verströmen. Ursprünglich stammen die Gewächse aus dem nordamerikanischen Raum, wo sie eine beachtliche Höhe und vor allem ein stattliches Lebensalter von mehreren Hundert Jahren erreichen.
Eine Thujahecke ist deshalb unter günstigen Bedingungen sehr langlebig und robust. Das moderne Sortiment umfasst eine Vielzahl an Zuchtformen mit Unterschieden in der Farbe, der Wuchsform und Wuchsgeschwindigkeit. So gibt es zum Beispiel Bäume mit mittelhohem Wuchs wie die kegelförmige Thuja occidentalis ‘Brabant’. Zu den hohen Formen gehört die Thuja occidentalis ‘Smaragd’.
Was macht die Sorte Thuja occidentalis ‘Smaragd’ so besonders?
Der Lebensbaum überzeugt durch eine ganze Reihe von Vorteilen. Dazu gehört sein dichter und gerader Wuchs, der dafür sorgt, dass die Thuja eine beliebte Hecke für den Sichtschutz ist. Das zusätzliche Plus bei hoch wachsenden Sorten wie der Thuja occidentalis ‘Smaragd’: Dank einer Höhe, die schnell die drei Meter erreichen kann, eignet sie sich für einen Sichtschutz für größere Bereiche des Gartens. Zudem wächst sie mit einem jährlichen Schub von 20 bis 40 Zentimetern, je nach Boden und Wetter, recht zügig.
Doch die Thuja ist nicht nur hoch und dicht, sondern auch einfach in der Pflege und nicht wählerisch bei der Standortwahl. Nicht zuletzt gibt es auch nur wenige Schädlinge, die den Lebensbaum angreifen. So können Sie sicher sein, lange Freude an Ihrer neuen Hecke zu haben.
Dichter und gerader Wuchs
Mit ihrer dezent goldenen Nuance ist die Thuja Smaragd von Heijnen ein besonders hübsches Exemplar von einem Lebensbaum. Wie alle Thujas ist auch diese Sorte das ganze Jahr über schön grün. Mit den Jahren bildet die Hecke eine dichte Sichtbarriere, die die Privatsphäre schützt und zusätzlich Wind abhält. Das geht vergleichsweise schnell, da die Thuja nicht nur bis zu 40 Zentimeter pro Jahr in der Höhe zulegt, sondern auch Lücken zwischen den einzelnen Pflanzen schnell zuwachsen. Generell hängt die Pflanzdichte dabei von der Höhe der Schösslinge ab. Bei kleinen Setzlingen sollten drei Thujas auf den laufenden Meter kommen, bei großen Exemplaren drei auf zwei laufende Meter.
Die Thujahecke fungiert durch ihre dichten, saftig grünen Zweige als natürliche Begrenzung. Dabei überzeugt die Smaragd mit einem gleichmäßigen und geraden Wuchs sowie mit einer dichten Verzweigung, sodass sie sich bestens für eine hohe Einfriedung eignet. Sie ist somit ideal für größere Gärten geeignet. Steht sie nahe an der Hauswand, kann es hingegen sein, dass sie aufgrund ihrer Größe und Dichte einen Schattenkorridor zur Folge hat und angrenzende Zimmer verdunkeln kann. Hier entscheiden Sie über das regelmäßige Zurückschneiden, wie hoch die Hecke werden darf.
Vielseitig bei der Standortwahl und einfach in der Pflege
Die Thuja ‘Smaragd’ erweist sich nicht nur als schnell wachsende, sondern auch als pflegeleichte und relativ anspruchslose Hecke. Die Pflanzen kommen sowohl mit sonnigen als auch mit schattigen und halbschattigen Standorten prima zurecht. Deshalb ist sie die passende Heckenpflanze für Gärten in den unterschiedlichsten Regionen. Obwohl die Thuja Smaragd kaum Ansprüche an den Boden stellt, hegt sie dennoch einige Vorlieben. Der Lebensbaum wächst besonders gut auf durchlässigem und eher lockerem Boden. Eine gleichmäßige Erdfeuchte fördert das Wachstum. Staunässe mag die Thuja unabhängig von der Sorte nicht, aber selbst in lehmigen und eher nährstoffarmen Böden gedeiht sie.
In vielen Fällen genügt ein Rückschnitt im Jahr, was dem Gärtner Zeit und Arbeit spart. Wie hoch die Hecke letztendlich wächst, entscheiden Sie als Grundstücksbesitzer durch Ihr Schnittverhalten. Durch das regelmäßige Zurückschneiden verdichtet sich das Blätterwerk, sodass sich die Sichtschutzfunktion des am Anfang nicht vollständig blickdichten Gewächses deutlich verbessert. Wie immer gilt: Ob manuell oder elektrisch, die Klingen der Heckenschere sollten so scharf wie möglich sein. Je sauberer der Schnitt, desto schöner wird die Form der Hecke und desto geringer fallen die Schäden am Holz aus.
Sie können eine Thuja zwar düngen, vor allem braucht sie aber Wasser. Wenn Sie düngen, dann sollten Sie zweimal im Jahr, und zwar im Frühjahr und im Sommer, bevorzugt organischen Dünger ausbringen. Mit den Nährstoffen ist die Hecke für das Jahr gut versorgt. Wichtig: Unsere Winter werden immer trockener. Auch wenn der Wasserbedarf dann nicht so hoch ist, sollten Sie nicht vergessen, die Hecke auch in der kalten Jahreszeit zu wässern.
Robust und winterhart
A propos Winter und Kälte: Der ursprünglich in Nordamerika beheimatete Lebensbaum passt perfekt ins mitteleuropäische Ambiente. Dazu gehört eine ausgesprochene Winterhärte. Die Koniferenart verträgt Temperaturen von bis zu minus 34,5 Grad Celsius in den allermeisten Fällen problemlos. Einige Exemplare sind an geschützten Standorten sogar bei minus 40 Grad Celsius winterhart.
Auch das Gießen ist kein Problem: Wässern Sie nicht zu viel und vor allem im Sommer immer morgens und abends. Auf diese Weise verdunstet das Wasser nicht, sondern kommt dort an, wo es hin soll.
Eine Hecke fast ohne Feinde
Es gibt nur wenige Schädlinge, die die Thuja befallen. Die wichtigsten sind Miniermotten, die im Sommer auf den Blättern ihre Eier legen. Schlüpfen die Larven, ernähren sich diese von den Blättern und Trieben der Konifere. Sie erkennen den Befall daran, dass Triebe braun werden und absterben. Ein Rückschnitt der befallenen Teile der Hecke reicht meistens, um das Problem zu beheben. Dasselbe gilt für die Spinnmilbe, deren Präsenz sich an einem weißen Gespinst zeigt. Wichtig: Bei beiden Schädlingen sollten entfernte Heckenteile nicht auf dem Kompost entsorgt werden, da sich die Schädlinge dort weiter verbreiten.
Bei lang anhaltender Trockenheit kann die Thuja occidentalis ‘Smaragd’ auch durch den Borkenkäfer befallen werden. Auch hier muss der betroffene Teil der Hecke entfernt werden. Da Borkenkäfer wie Spinnmilben vor allem dann auftreten, wenn die Pflanzen durch lang andauernde Trockenheit geschwächt sind, ist ein Befall ein gutes Zeichen, dass Sie die Hecke mehr wässern müssen.
Vor allem ist die Thuja aber ein Heim für willkommene Gäste: Bei dieser Zypressenart handelt es sich zwar nicht um ein einheimisches Gewächs, aber dennoch bietet die Hecke zahlreichen Insekten und Vögeln einen willkommenen Lebensraum. Das dichte Geäst ist ein beliebter Brutplatz und bietet Schutz vor Raubtieren.